Familie-in-Klasse

Die Idee der Familienklasse geht zurück auf das Konzept der „Multi-Familien-Therapie“, welches von den Kinder-und Jugendpsychatern Dr. Eia Asen und Prof. Dr. Michael Scholz entwickelt wurde. Es kombiniert Erkenntnisse und Erfahrungen der systemischen Therapie und der sozialen Gruppenarbeit und basiert auf der Einsicht, dass Verhaltensprobleme von Schülern am besten unter Einbeziehung und mit Unterstützung der Eltern lösbar sind.

Ziele

Wesentliches Ziel ist es, Schüler, Eltern und Lehrer bei schwierigen Situationen in Bezug auf Schule und Unterricht zu unterstützen. Dieses  steht in Wechselwirkung mit der Familiendynamik und dem Sozialverhalten der Schüler überhaupt. Im Fokus stehen dabei vor allem Schulmüdigkeit und Absentismus und ihre (außerschulischen) Folgen. Die Gruppenarbeit soll Eltern befähigen, eigenständig (zunächst mit Unterstützung der Therapeuten und der anderen Teilnehmer) auf schwierige Situationen im Umgang mit den Kindern unmittelbar situationsangemessen zu reagieren. In der gegenseitigen Unterstützung erfahren die Eltern eine positive Stärkung und gleichzeitig ein Gespür für die schulischen Anforderungen an ihre Kinder. Zudem werden eventuell vorhandene Vorbehalte gegenüber der Institution Schule und Lehrern abgebaut und konflikthafte Situationen auf ihre Wechselwirkungen hin untersucht. Ebenso können die einzelnen Schüler/innen auf die Unterstützung der Anderen zurückgreifen und in diesem Kontext ihr Verhalten gespiegelt sehen und Eigenverantwortung für ihr Verhalten übernehmen.

Ablauf

Das Setting der „Familienklasse“ ist im Prinzip ein begleiteter Schulunterricht. Während der Unterricht durchgeführt wird, beobachten Eltern gemeinsam mit den Therapeuten das Verhalten der Schüler/innen, tauschen sich darüber aus und intervenieren gegebenenfalls in der konkreten Situation. Darüber hinaus wird in „Reflecting-Teams“ in unterschiedlicher Zusammensetzung das Geschehen offen erörtert. Voraussetzung dafür ist eine grundlegend wertschätzende und kompetenzorientierte Haltung.

Zugang

Das Projekt wird in Kooperation von Ambulante Maßnahmen Altona e.V. mit ReBBZ an konkret ausgewählten Schulen durchgeführt. Durchführende sind Michal Gerland (Systemischer Familientherapeut) und Oliver Sommer (Systemischer Therapeut, Mediator) von Ama e.V. sowie Birgit Saravas (Lehrerin) von ReBBZ.

Diplom Soziologe Oliver Sommer

Oliver Sommer

Mediator Systemischer Therapeut

040.800 10 723

Diplom Sozialpädagoge Michael Gerland

Michael Gerland

Familientherapeut

040.800 10 724